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AIDA Innovation Hub: Das sind die neun Finalisten für das Pitch-Finale in Rostock

KLEEBLATT Kreuzfahrten 20. August 2026 6 Min. Lesezeit
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Das AIDA Headquarter in Rostock, Austragungsort des Innovation-Hub-Finales am 16. September 2026. © AIDA Cruises / Pressematerial

Aus über 150 eingereichten Ideen stehen die Finalisten des ersten AIDA Innovation Hub fest: je drei Projekte in den Kategorien Dekarbonisierung, Nachhaltigkeit sowie KI & Smarte Lösungen. Die neun ausgewählten Unternehmen und Institutionen präsentieren ihre Konzepte am 16. September 2026 im AIDA Headquarter in Rostock vor einer Fachjury. Wer dabei ist und worum es geht, lesen Sie hier im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aus über 150 Ideen wurden neun Finalisten nominiert, je drei in Dekarbonisierung, Nachhaltigkeit sowie KI & Smarte Lösungen.
  • Präsentiert werden die Konzepte am 16. September 2026 im AIDA Headquarter in Rostock, in jeweils zehnminütigen Pitches.
  • Über die Sieger entscheidet eine interdisziplinäre Fachjury aus Wissenschaft, Industrie und Kreuzfahrt, unter anderem mit Fraunhofer CML, DLR und Carnival Maritime.
  • Die Gewinner können ihre Idee mit AIDA in einer Umsetzungsstudie weiterentwickeln oder als Pilotprojekt an Bord der Flotte erproben.

Was ist der AIDA Innovation Hub?

Der AIDA Innovation Hub bringt Start-ups, Technologieunternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Branchenpartner zusammen, um Lösungen für die Zukunft der maritimen Industrie voranzubringen. Aufgerufen waren Ideen in drei Themenfeldern: Dekarbonisierung, Nachhaltigkeit sowie KI & Smarte Lösungen. Nach der abgeschlossenen Bewerbungs- und Auswahlphase sind aus mehr als 150 Einreichungen jeweils drei Finalisten pro Kategorie übrig geblieben.

Der Hub ist Teil der Innovationsstrategie von AIDA Cruises und soll den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und maritimer Praxis stärken. Das Ziel dahinter: vielversprechende Ideen früh erkennen und ihren Weg von der Konzeptphase bis zur praktischen Anwendung begleiten.

„Die hohe Qualität und Vielfalt der eingereichten Ideen hat uns beeindruckt. Die nominierten Projekte zeigen, wie viel Innovationskraft in den Bereichen Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung und digitale Transformation steckt. Wir freuen uns darauf, die Konzepte im September persönlich kennenzulernen und gemeinsam mit den Ideengebern neue Impulse für die Kreuzfahrt von morgen zu entwickeln." Dirk Inger, Senior Vice President Public Affairs, Communication & Sustainability, AIDA Cruises

Finalisten Dekarbonisierung

In der Kategorie Dekarbonisierung haben sich revincus aus Weimar, die Hydronauten GmbH aus Rostock sowie TiTech aus Madrid für das Finale qualifiziert. Alle drei setzen daran an, den Energieverbrauch an Bord zu senken und damit Emissionen zu reduzieren.

revincus hat eine Technologie zur Rückgewinnung thermischer Energie aus Abwasser entwickelt. Die zurückgewonnene Energie lässt sich an Bord erneut nutzen und hilft dabei, Energieverbrauch, CO₂-Emissionen und Betriebskosten zu senken.

Die Rostocker Hydronauten GmbH überzeugt mit ihrer QuietHydro-Technologie, die Pumpenschwingungen reduziert, Lärmemissionen senkt und zugleich die Energieeffizienz von Pumpensystemen verbessert. Als Nebeneffekt kann die Lösung den Komfort für Gäste und Crew erhöhen.

TiTech aus Spanien setzt auf eine chemiefreie Titanoberfläche, die das Wachstum von Meeresorganismen auf Unterwasserstrukturen verhindert. Weniger Bewuchs bedeutet weniger Reibung im Wasser, was die Energieeffizienz verbessert und Emissionen senkt.

AIDA Hauptquartier in Rostock

Finalisten Nachhaltigkeit

In der Kategorie Nachhaltigkeit nominiert wurden die Rostock Port GmbH, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Circularity Germany GmbH aus Hamburg. Die drei Projekte reichen von aktiver Lärmminderung im Hafen über neue Materialien im Schiffbau bis zur Kreislaufwirtschaft an Bord.

Mit dem Projekt LA-RoRo II verfolgt die Rostock Port GmbH einen Ansatz zur aktiven Schallminderung im Hafen. Über Echtzeit-Analysen und gezielt erzeugte Gegensignale sollen Lärmemissionen sinken und damit der Komfort für Gäste, Crew und Anwohner steigen.

Das DLR stellt mit „WoodShip – Nachhaltige Holzintegration in Kreuzfahrtschiffen" einen Ansatz vor, der den verstärkten Einsatz von Holz in ausgewählten Schiffsstrukturen untersucht. Durch die Materialeigenschaften und die Kohlenstoffspeicherung des Rohstoffs ließen sich langfristig Emissionen reduzieren.

Die Circularity Germany GmbH verfolgt ein Kreislaufwirtschaftskonzept für Textilien an Bord. Arbeitskleidung, Handtücher oder Tischwäsche sollen recycelt und als neue Produkte in den Betrieb zurückgeführt werden. So werden die Bordwäschereien zum Kreislaufpartner, und nicht mehr einsetzbare Textilien werden wieder zu Rohstoffen für die Textilproduktion.

Finalisten KI & Smarte Lösungen

Für das Finale in der Kategorie KI & Smarte Lösungen wurden Ariadne, die Mannheimer contagt GmbH sowie Rostock.ai ausgewählt. Hier geht es vor allem darum, den Aufenthalt für Gäste einfacher, orientierter und persönlicher zu machen.

Ariadne entwickelt datenschutzkonforme Technologien zur Analyse von Besucherströmen, ganz ohne Kameras und ohne Erfassung personenbezogener Daten. Die Erkenntnisse können helfen, Angebote und Betriebsabläufe noch gezielter auf die Bedürfnisse der Gäste auszurichten.

Die contagt GmbH präsentiert eine digitale Indoor-Navigation, die sich perspektivisch in bestehende Anwendungen integrieren lässt und Gästen die Orientierung an Bord erleichtert. Zusatzfunktionen wie barrierefreie Wegeführung oder Event-Hinweise schaffen weiteren Mehrwert.

Mit Rostock.ai hat der Rostocker Gründer Jamil Darwish eine KI-gestützte Plattform entwickelt, die Besucher mit aktuellen Informationen, lokalen Angeboten, Unternehmen und Sehenswürdigkeiten vernetzt. Für Kreuzfahrtgäste könnte die Lösung künftig als digitaler Reisebegleiter dienen und individuelle Empfehlungen für den Landgang geben.

Jury, Ablauf und Tagesprogramm

Am 16. September präsentieren die neun Finalisten ihre Projekte in jeweils zehnminütigen Pitches. Über die Siegerprojekte entscheidet eine interdisziplinär besetzte Fachjury aus Wissenschaft, Industrie und Kreuzfahrt. Ihr gehören an:

  • Dr. Anisa Rizvanolli, Teamleader Maritime Scientific Computing and Optimization am Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML)
  • Prof. Dr. Meike Jipp*, Bereichsvorständin Energie & Verkehr beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
  • Prof. Dr. Ali Arnaout, Professor und Studiengangsleiter für International Management an der Hochschule Wismar
  • Dr. Christoph Schladör, Vice President Decarbonization bei Carnival Maritime
  • Dirk Inger, Senior Vice President Sustainability bei AIDA Cruises

* Durch ihre Tätigkeit beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bewertet Prof. Dr. Meike Jipp das Konzept des DLR in der Kategorie Nachhaltigkeit nicht.

Bewertet werden die Konzepte unter anderem nach Innovationsgrad, Umsetzbarkeit und Relevanz für die maritime Branche. Die Gewinner erhalten die Möglichkeit, ihre Ideen gemeinsam mit AIDA Cruises in einer Umsetzungsstudie weiterzuentwickeln oder als Pilotprojekt an Bord der AIDA Flotte zu erproben.

Neben den Pitches wartet der Innovation Hub mit einem vielfältigen Tagesprogramm und zahlreichen Networking-Möglichkeiten auf. Einen fachlichen Impuls setzt die Keynote von Stefanie Berk, Branchenexpertin aus der Reise- und Mobilitätsbranche mit Schwerpunkten in Customer Experience, Transformation, Digitalisierung sowie Wachstum und Innovation. Das Panel „Innovative Kreuzfahrt: Smarte Visionen für eine starke Zukunft" diskutiert außerdem, welche technologischen Entwicklungen, gesellschaftlichen Erwartungen und politischen Rahmenbedingungen die Zukunft der Kreuzfahrt prägen, von Klimazielen über smarte Häfen bis zur Rolle der Kreuzfahrt für einen zukunftsfähigen Tourismus.

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Häufige Fragen

Was ist der AIDA Innovation Hub?
Der AIDA Innovation Hub ist Teil der Innovationsstrategie von AIDA Cruises. Er bringt Start-ups, Technologieunternehmen, Wissenschaft und Branchenpartner zusammen, um Lösungen in den Bereichen Dekarbonisierung, Nachhaltigkeit sowie KI und smarte Anwendungen für die maritime Branche zu fördern.
Wann und wo findet das Finale statt?
Das Finale findet am 16. September 2026 im AIDA Headquarter in Rostock statt. Die neun Finalisten präsentieren ihre Projekte dort in jeweils zehnminütigen Pitches vor einer Fachjury. Ergänzt wird der Tag durch Keynote, Panel und Networking.
Wie viele Finalisten gibt es und in welchen Kategorien?
Aus über 150 Ideen wurden neun Finalisten ausgewählt, je drei in den Kategorien Dekarbonisierung (revincus, Hydronauten, TiTech), Nachhaltigkeit (Rostock Port, DLR, Circularity Germany) sowie KI & Smarte Lösungen (Ariadne, contagt, Rostock.ai).
Was erhalten die Gewinner?
Die Siegerprojekte können ihre Idee gemeinsam mit AIDA Cruises in einer Umsetzungsstudie weiterentwickeln oder als Pilotprojekt an Bord der AIDA Flotte erproben. Über die Gewinner entscheidet eine interdisziplinäre Fachjury aus Wissenschaft, Industrie und Kreuzfahrt.

Quellen & Bildnachweis

  • AIDA Cruises – Pressemitteilung „AIDA Innovation Hub: Finalisten stehen fest", Rostock, 20. August 2026
  • AIDA Cruises – aida.de (Nachhaltigkeit, Innovation Hub), abgerufen am 20. August 2026
  • Bilder: © AIDA Cruises / Pressematerial. Verwendung mit freundlicher Genehmigung.